Auf den ersten Blick wirkt das nach einer Änderung, für die man das Terminal verstehen muss – muss man nicht. Du wirst auch nichts in den Einstellungen suchen: Die ganze Arbeit übernimmt Claude Code, und dein Teil besteht darin, zu sagen, worum es geht, und zuzustimmen. Die Prompts unten sind fertig zum Kopieren.

Sag Claude Code, wo dein Terminal aufgehen soll

Starte Claude Code in dem Ordner, in dem du tatsächlich arbeitest – in demselben, in den du täglich mit cd wechselst. Dann füg ihm diesen Prompt ein:

Ich möchte, dass mein Terminal direkt in diesem Ordner aufgeht, in dem wir gerade sind. Schau nach, welches Terminal und welche Shell ich benutze, und richte das für mich ein.

Einen Pfad brauchst du nicht anzugeben – Claude Code sieht den Ordner, in dem es gestartet wurde. Du musst auch nicht wissen, in welchem Programm du deine Befehle tippst oder was eine Shell ist: Das herauszufinden gehört zur Aufgabe, die du gerade abgegeben hast, und ist nichts, was du vorher vorbereiten müsstest.

Die Änderung landet auf jedem System woanders – auf macOS und Linux in einer Einstellungsdatei der Shell, auf Windows in den Einstellungen des Windows Terminals, in einem Feld namens startingDirectory. Merken musst du dir davon nichts; wir schreiben es nur, damit klar ist, dass hier nichts Magisches passiert.

Bevor etwas geändert wird, fragt es dich

Mitten in der Aufgabe erscheint auf dem Bildschirm eine Frage: ob Claude Code die Datei mit den Einstellungen ändern darf. Sag ja – das gehört zur normalen Arbeit und ist kein Zeichen dafür, dass etwas schiefgelaufen ist. Claude Code fragt deshalb, weil Einstellungsdateien vorsichtiger behandelt werden als gewöhnliche Arbeitsdateien, und er fragt auch dann, wenn er anderes ohne Rückfrage erledigt.

Wenn er fertig ist, schliess das Terminalfenster und öffne ein neues. Die Einstellung gilt ab dem nächsten Start, im Fenster, in dem du gerade sitzt, ändert sich also nichts – und genau das führt bei dieser Änderung am ehesten in die Irre.

Mehrere Ordner im Wechsel? Bitte um Kürzel

Ein Startordner taugt so lange, wie es einen einzigen davon gibt. Wenn du zwischen drei Projekten kreist, bringt es wenig, eines davon zu bevorzugen – in zwei von drei Fällen tippst du weiterhin cd.

Dann eignen sich Kürzel besser: eigene, kurze Befehle, einer pro Projekt. Auch die musst du dir weder ausdenken noch von Hand eintragen:

Ich arbeite abwechselnd in mehreren Ordnern, ihre Pfade gebe ich unten an. Mach mir zu jedem ein kurzes Kürzel, damit mich ein einzelnes Wort im Terminal in den gewählten Ordner bringt. Schlag Namen für diese Kürzel vor, ändere aber nichts, solange ich sie nicht bestätigt habe.

[hier die Pfade einfügen, jeden in einer eigenen Zeile]

Nachdem du diesen Prompt abgeschickt hast, bekommst du Namensvorschläge zum Anschauen. Wenn dir einer nicht passt, schreib einfach, wie du es lieber hättest – je kürzer die Namen, desto öfter greifst du danach.

In der Praxis sieht das so aus: Ein Ordner bekommt zum Beispiel das Kürzel arbeit, ein anderer zuhause. Von da an tippst du im Terminal arbeit, drückst Enter und bist im Arbeitsordner; du tippst zuhause – und bist im anderen.

Einen Schritt weiter: ein Wort statt zwei Handgriffe

Da du nach dem Wechsel in den Ordner ohnehin Claude Code startest, lassen sich beide Handgriffe zu einem Wort zusammenziehen. Du tippst ai, drückst Enter und legst einfach los:

Mach mir ein Kürzel mit dem Namen `ai`, damit mich ein einzelnes Wort im Terminal in diesen Ordner bringt, in dem wir gerade sind, und dort gleich Claude Code startet.

Eine Sache, die du wissen solltest, bevor du dich daran gewöhnst: So ein Kürzel startet Claude Code immer auf dieselbe Weise, also mit einem neuen Gespräch. Manchmal willst du es anders starten – claude -c holt das letzte Gespräch aus diesem Ordner zurück, und claude -r zeigt dir eine Liste früherer Gespräche zur Auswahl. Das Kürzel ai kann das nicht, weil darin fest ein einziger Befehl steckt.

Deshalb empfehlen wir, beides gleichzeitig einzurichten: den Startordner des Terminals (oder Kürzel zu mehreren Verzeichnissen) und separat das eine Wort, das Claude Code sofort startet. Dann bringt dich arbeit in den Ordner und lässt dir das Terminal frei, während ai alles in einem Zug erledigt – und du wählst jedes Mal, was du gerade brauchst.

Kurz gefasst

Schwierig war daran nichts, wie du siehst – du hast beschrieben, was du willst, und Claude Code hat den Rest übernommen. Deine ganze Arbeit bestand darin, einen Prompt zu kopieren und einer Änderung zuzustimmen.

Diesen Tipp nimmst du am besten als einzelnes Beispiel für etwas viel Grösseres. Genauso kannst du um all die kleinen Erleichterungen bitten, die dir täglich ein paar Sekunden stehlen. Bei der Arbeit mit AI ist nur deine Vorstellungskraft die Grenze… und die Tokens.